Prekäre Lawinensituation in den Alpen! (14. Januar 2019)

Prekäre Lawinensituation in den Alpen!

7.37 Stefan Scherrer

Nach den sehr ergiebigen Niederschlägen der letzen Tage und den Orkanböen der letzen Nacht herrscht in den Bergen vom östlichen Berner Oberland bis ins Bündnerland zum Teil sehr grosse Lawinengefahr! Als wäre das nicht genug, gibt es auch heute weiteren, teils kräftigen Schneefall!

Wie MeteoNews mitteilt, herrscht in den Alpen laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) nach den ergiebigen Niederschlägen und den Orkanböen (vgl. Windspitzen Bergstationen) der vergangenen Tage verbreitet grosse, vom östliche Berner Oberland über die Zentralschweiz bis zu den Bündneralpen sogar sehr grosse Lawinengefahr (Stufe 5 von 5)! Bei dieser Gefahrenstufe können sich grosse Lawinen spontan, das heisst ohne Einwirkungen von Mensch und Tier lösen. Deshalb muss in den entsprechenden Gebieten mit teils grösseren Einschränkungen im Strassen- und Schienenverkehr gerechnet werden. Einzelne Dörfer oder Verkehrswege können von der Umwelt abgeschnitten sein! Zudem wird dringend abgeraten, sich abseits der markierten Pisten aufzuhalten. Die Lage wird sich auch heute nicht entspannen. Entlang der Berge schneit es weiterhin kräftig und anhaltend. Somit muss oberhalb von rund 1000 Metern mit weiteren 20 bis 40 cm, lokal auch bis 50 cm Neuschnee gerechnet werden. Im Flachland ist es wechselnd bis stark bewölkt und nur noch ab und zu nass. Die Schneefallgrenze sinkt bis am Abend auf 500 bis 600 Meter, im Osten stellenweise bis in die Niederungen. Nach einer stürmischen vergangenen Nacht (vgl. Windspitzen Flachland) weht heute ein noch mässiger Westwind. Auf den Bergen gibt es weiterhin starken bis stürmischen Nordwestwind, dies kann zu grösseren Schneeverfrachtungen führen. Mit teils kräftigem Nordföhn scheint vor allem im Mittel- und Südtessin zeitweise die Sonne, dabei werden milde 13 Grad erreicht. Im Nordtessin ziehen aus Norden zeitweise dichtere Wolken dem Himmel entlang, zudem sind auch Flocken oder Tropfen möglich.

In der Nacht auf morgen Dienstag klingen die Niederschläge auch entlang der Berge allmählich ab. Am Dienstag setzt sich nach vielen Restwolken und im Osten letzten Flocken zunehmend die Sonne in Szene. Die Lage wird sich also etwas entspannen. Am Mittwoch liegt über dem Mittelland Nebel, darüber herrscht prächtiges Skiwetter!

Für weitere Informationen steht Ihnen MeteoNews gerne zur Verfügung.

Stärkste Windböen (<600m, Stand 07:10)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 13. Januar 2019, 18:00 bis zum 14. Januar 2019, 07:10 (Dauer 13h 10min)
Flachlandstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Altdorf 100
Quinten 94
Luzern 91
St. Chrischona 90
Gösgen 86
Zürich-Zürichberg 86
Schaffhausen 83
Brienz-Hofstetten 81
Bad Ragaz 79
Thierachern 77
Steckborn 76
Glarus 75
Delsberg 75
Cressier 74
Wädenswil 73
Gersau 70
Le Bouveret 70
Egolzwil 70
Giswil 70
Chur 69


Stärkste Windböen (>600m, Stand 07:10)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 13. Januar 2019, 18:00 bis zum 14. Januar 2019, 07:10 (Dauer 13h 10min)
Bergstationen Stärkste Windböen (in km/h)
Jungfraujoch 181
Weissfluhjoch/Davos 156
Titlis 155
Eggishorn 152
Chasseral 149
Crap Masegn 139
Säntis 138
Grosser St. Bernhard 133
Simplon Dorf 131
Piz Martegnas 130
Pilatus 127
Gornergrat 122
Moléson 122
Napf 113
Gl. des Diablerets 107
Les Attelas 106
Matro 104
La Dôle 103
Grimsel 103
Bantiger 102
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