Früh Aufstehen lohnt sich! (14. Juni 2018)

Früh Aufstehen lohnt sich!

15.42 Stefan Scherrer

Seit dem 1. Juni herrscht für die Meteorologen Sommer. Demgegenüber beginnt er für die Astronomen erst am 21. Juni. Dann nämlich, wenn - wie dieses Jahr um exakt 12:07 Uhr MESZ - die Sonne am nördlichen Wendekreis im Zenit steht. Der 21. Juni markiert auf der Nordhalbkugel zugleich den längsten Tag des Jahres, der früheste Sonnenaufgang findet allerdings schon morgen Freitag, 15. Juni statt.

Wie MeteoNews mitteilt, dürfen wir uns zum astronomischen Sommerbeginn am 21. Juni über den längsten Tag des Jahres freuen. Um genau 12:07 Uhr MESZ steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt ihrer jährlichen Umlaufbahn im Zenit. In Zürich geht an diesem Tag die Sonne bereits um 5.29 Uhr auf und erst um 21.26 Uhr wieder unter. Falls es also einen wolkenlosen Tag geben sollte, könnte die Sonne theoretisch während knapp 16 Stunden gesehen werden. Von dort an werden die Tage wieder kürzer. Interessanterweise fällt der früheste Sonnenaufgang nicht auf den längsten Tag des Jahres. Schon morgen Freitag, den 15. Juni wird die Sonne in der Schweiz so früh aufgehen wie sonst nie. Ab Samstag wird es am Morgen bereits wieder etwas später hell, dabei handelt es sich aber zunächst nur um wenige Sekunden pro Tag. Für den ganzen Spuk verantwortlich, dass der längste Tag und der früheste Sonnenaufgang nicht auf den selben Tag fallen, ist die Neigung der Erdachse und die elliptischen Bahn unseres Planeten um die Sonne. Auch der späteste Sonnenuntergang findet nicht am 21. Juni statt. Dieser erwartet uns am 26. Juni, dann wird die Sonne in Zürich um 21.27 Uhr untergehen.

Obwohl der 21. Juni vom Sonnenstand her eigentlich die Mitte des Sommers darstellt, signalisiert die Sonnenwende im Juni in unseren Breiten erst den Sommerbeginn. Tatsächlich setzt das wirklich heisse Wetter meist erst einige Wochen danach ein. Die Ursache liegt in der thermischen Trägheit der Land- und vor allem Meeresoberflächen. Bis zum 23. September dauert der Sommer nun auf der Nordhalbkugel. Mit 94 Tagen ist er damit um 5 Tage länger als unser Winter. Grund hierfür ist die elliptische Bahn der Erde um die Sonne. Im Sommer erreichen wir nämlich den sonnenfernsten Punkt auf dieser Bahn, dadurch ist einerseits der zu bewältigende Weg länger, andererseits verringert sich die Geschwindigkeit der Erde um die Sonne minimal. Dies liegt an der etwas geringeren Anziehungskraft der Sonne auf die Erde.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.

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