Wetter Schweiz

Im Flachland oft grau, in den Bergen mehr Sonne

by MeteoNews AG

In der dieser Woche erwartet uns über weite Strecken ruhiges herbstliches Hochdruckwetter. Für die tiefen Lagen bedeutet das aber leider einen oft grauen Himmel und in Summe nur wenig Sonne. Auf den Bergen sieht es besser aus, auch die Temperaturen sind für die Jahreszeit mild.

Klaus Marquardt

Heute Montag liegt die Schweiz zwischen einem Mittelmeertief und einer Hochdruckbrücke, welche das Azorenhoch über dem Atlantik mit einem Russlandhoch verbindet. Auf der Alpennordseite liegt im Flachland und vielen angrenzenden Tälern Hochnebel mit einer Obergrenze um die 1400 Meter, diese Schwaden sind hartnäckig und lockern sich nur lokal auf – vielerorts bleibt der Himmel bis zum Abend grau. Entsprechend tut sich auch bei den Temperaturen wenig, bei schwacher Bise hält sich die tageszeitliche Erwärmung sehr in Grenzen. Über dem Nebel ist es recht sonnig, aber nicht strahlend schön. Von Süden her ziehen schubweise hohe Wolkenfelder durch – je weiter Richtung Alpenhauptkamm, um so mehr Wolken sind es. Im Gegensatz zu den tiefen Lagen wird es in der Höhe wieder deutlich milder, die Nullgradgrenze steigt auf 2700 bis knapp 3000 Meter.

Auf der Alpensüdseite macht sich nach wie vor das Mittelmeertief bemerkbar, hier bleibt es stark bewölkt. Vor allem zwischen dem Südwallis, der Simplonregion sowie dem Mittel- und Südtessin gibt es auch noch Regen oder oberhalb von 1700 bis 2000 Metern Schnee. Im Laufe der kommenden Nacht beruhigt sich das Wetter dann aber auch hier, das Tief über dem Mittelmeer verliert an Einfluss.

Bezeichnung




Morgen Dienstag nimmt der Hochdruckeinfluss im gesamten Alpenraum zu, noch immer erstreckt sich eine flache Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa. Im Norden ändert sich im Vergleich zu heute wenig. Im Flachland und vielen Tälern liegt zäher Hochnebel mit einer Obergrenze von 1200 bis 1300 Metern, bei wenig Wind werden 6 bis maximal 8 Grad erreicht. Auf den Bergen scheint die Sonne, es ziehen lediglich ein paar Schleierwolken durch. Erst gegen Abend nimmt die Bewölkung von Südosten her etwas zu. Die Nullgradgrenze bleibt in Höhen um 2700 Meter; das bedeutet, dass es auf 2000 Metern ähnliche Temperaturwerte wie im Flachland unter dem Hochnebel gibt!

Im Mittel- und Südtessin liegen ebenfalls ein paar Hochnebelschwaden, darüber gibt es eine Mix aus Wolkenfeldern und Sonne. Die Temperaturhöchstwerte liegen bei 12 bis 13 Grad.


Am Dienstagabend und der folgenden Nacht beginnt der Hochnebel sukzessive anzusteigen. Am Mittwoch erreicht eine wenig aktive Störung die Alpennordseite, sie bringt in erster Linie dichte hochnebelartige Bewölkung mit einer Obergrenze um die 2000 Meter. Für das Flachland macht das optisch gesehen keinen Unterschied, der Himmel ist grau – ein paar Nieseltopfen sind möglich. Auch am Temperaturniveau ändert sich wenig. Auf den höheren Bergen teilt sich die Sonne den Himmel mit zum Teil ausgedehnten mittelhohen Wolkenfeldern, welche erneut von dem Tief über dem Mittelmeer zu uns abgeschwemmt werden. In der Folge dominieren im Süden generell die Wolken, vorübergehend können auch hier mal ein paar Tropfen mit dabei sein.

Am Donnerstag verlagert sich das Zentrum von Hoch Valerie vom Atlantik mehr in Richtung Frankreich und Mitteleuropa. Der Tag beginnt bei uns noch mit hochnebelartiger Bewölkung, im weiteren Verlauf wird die Luft aber von oben her trockener – die Auflockerungen werden grösser. Vor allem am Nordrand und in der Romandie wird es am Nachmittag immer freundlicher, entlang der Voralpen halten sich Hochnebelfelder.

Am Freitag erwartet uns ruhiges spätherbstliches Hochdruckwetter. Im Flachland liegt Nebel oder tiefer Hochnebel, der sich tagsüber zumindest teilweise lichtet. Am Morgen ist es kälter als an den Vortagen, später werden noch 5 bis 9 Grad erreicht – je nach Nebelauflösung. Ober- und ausserhalb des Nebels darf man sich über viel Sonnenschein und blauen Himmel freuen, die Nullgradgrenze steigt auf 3000 Meter. Der Samstag zeigt ein ähnliches Bild. Im Flachland und den angrenzenden Tälern macht sich Hochnebel breit, die Obergrenze liegt um oder knapp über 1000 Metern. Davon abgesehen scheint die Sonne. In der Höhe wird es sogar noch einmal milder, die Nullgradgrenze klettert auf 3500 Meter! Ab Sonntag werden die Unterschiede zwischen den Modellen grösser und die Prognosen in der Folge unsicherer. In der Nacht zum Montag oder im Laufe der ersten Hälfte der nächsten Woche scheint sich in allen Höhen ein deutlicher Temperaturrückgang abzuzeichnen.

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