Petrus hat sich im Datum geirrt (18. März 2021)

Petrus hat sich im Datum geirrt

8.19 Stefan Scherrer

Seit dem 1. März befinden wir uns im meteorologischen Frühling. Nun beginnt am kommenden Samstag, den 20. März auch der kalendarische bzw. astronomische Frühling. Die Bise und Temperaturen im tiefen einstelligen Bereich lassen dabei aber kaum Frühlingsgefühle zu.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, befinden wir uns seit letztem Wochenende in einer markanten Nordstaulage. Zwischen einem Hoch über dem Nordatlanik und einem Tief über Osteuropa haben uns kühle und staffelweise feuchte Luftmassen erreicht. Die Folge waren vor allem entlang des Alpennordhangs kräftige Stauniederschläge mit teilweise deutlich über einem Meter Neuschnee. Auch im Flachland gab es den einen oder anderen Schnee- oder Graupelschauer, für März ist dies allerdings nichts aussergewöhnliches. Der Süden war im Schutz der Alpen deutlich wetterbegünstigt.

Eingeschneiter Aprikosenbaum im Sarganserland
Der Winter hat im Sarganserland auf knapp 500 Metern nochmals Einzug gehalten, inklusive verschneiter Aprikosenblüten. Schnee ist für diese kein Problem, schon mehr der erwartete Frost der nächsten Tage! (Quelle: Roger Perret)

Astronomischer Frühlingsbeginn
Der meteorologische Frühling hat bereits am 1. März begonnen. Nun steht am kommenden Samstag um 10:37 Uhr die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator, es herrscht Tag-und-Nacht-Gleiche. Dies ist gleichzeitig der Beginn des kalendarischen bzw. astronomischen Frühlings und wird als Äquinoktium bezeichnet.

Wetter ist nicht in Frühlingslaune
In den kommenden Tagen liegt der Alpenraum weiterhin am Südostrand von Hoch Margarethe mit Kern westlich der Britischen Inseln. Dieses dehnt sich bis am Wochenende etwas weiter nach Mitteleuropa aus, es stellt sich eine zügige Bisenströmung ein. Mit der nordöstlichen Höhenströmung gelangt weiterhin kühle und zeitweise etwas angefeuchtete Luft zur Schweiz. Bis zu Beginn der kommenden Woche geht es somit veränderlich weiter. Zwar sind immer wieder sonnige Abschnitte mit dabei, vereinzelt gibt es aber auch Schauer mit Schnee oder Schneeregen bis in tiefe Lagen. Mit Höchstwerten zwischen etwa 2 und 5 Grad ist es sehr kühl für die Jahreszeit. Vor allem am Samstag - exakt zum astronomischen Frühlingsbeginn - fühlt es sich mit einer mässigen, im Westen starken Bise noch deutlich kälter an. Der Grund ist der sogenannte Windchill-Effekt. Zudem erwarten wir in den kommenden Nächten auch im Flachland verbreitet leichten, teilweise sogar mässigen Frost.

Ab Dienstag wieder mehr Sonne
Aus heutiger Sicht wird es ab Dienstag abgesehen von Nebel- oder Hochnebelfeldern im Flachland wieder sonniger und allmählich auch etwas milder. So erwarten wir ab der Wochenmitte nach weiterhin kalten Nächten wieder zweistellige Höchstwerte.

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