Das Christkind bringt den Winter zurück (20. Dezember 2020)

Das Christkind bringt den Winter zurück

10.01 Klaus Marquardt

Grüne, oder weisse Weihnachten? Diese Frage stellt sich alle Jahre wieder! Zuletzt machten es die Modelle ziemlich spannend, die Unterschiede im zeitlichen Ablauf waren erheblich. Nun aber kristalliert sich ein etwas detaillierter Wetterfahrplan für die Feiertage heraus.

4. Adventsonntag
Der Sonntag beginnt im Flachland oft noch mit Nebel, der sich dann aber im Laufe des Tages langsam lichtet. Im Vergleich zu gestern gibt es nun darüber aber auch deutlich mehr Wolken. Im Osten und in den Alpen schimmert noch zeitweise die Sonne durch, es ist leicht föhnig. Nach Westen zu ist der Himmel dagegen meist grau. Von Frankreich her hat eine Störung die Romandie und die Nordwestschweiz erfasst, hier fällt im Laufe des Tages auch immer häufiger Regen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt im Jura, die Schneefallgrenze variiert zwischen 1400 und 1600 Metern. Im Laufe des Abends und der kommenden Nacht zieht diese Störung ostwärts durch, verliert dabei aber stetig an Aktivität. Auch von Süden her können Niederschläge über die Alpen greifen, in der Zentral- und Ostschweiz bleiben die Mengen und Intensitäten aber gering.

Montag, 21. Dezember – der kürzeste Tag des Jahres
Morgen erreicht uns in der Höhe vorübergehend wieder trockenere Luft. Auf den Bergen zeigt sich in der ersten Tageshälfte zwischen ausgedehnten hohen Wolkenfeldern noch die Sonne, im Flachland liegt dagegen Nebel oder tiefer Hochnebel. Um 11:02 erreicht die Sonne ihren südlichsten Punkt und steht dann senkrecht über dem südlichen Wendekreis – das bedeutet Wintersonnwende! Die Nebelschwaden lösen sich am Nachmittag dann zwar auf, allerdings verdichtet sich die Bewölkung auch in der Höhe wieder mehr und mehr. Diese Wolken gehören zu einer Warmfront, sie erfasst uns gegen Abend von Frankreich her. Aus Westen breitet sich Regen aus. Die Temperaturen erreichen zuvor typischerweise zwischen 5 und 8 Grad. In der folgenden Nacht ist es häufig nass, die Schneefallgrenze steigt dabei auf 2000 bis 2400 Meter an! Im Laufe der zweiten Nachthälfte lassen die Niederschläge wieder nach.

Dienstag, 22. Dezember
Am Dienstag erwartet uns auf der Rückseite dieser Warmfront wechselhaftes und für die Jahreszeit ungewöhnlich mildes Westwindwetter. Bei wechselnder Bewölkung zeigt sich vor allem in den Alpen auch ab und zu mal die Sonne, hier bleibt es auch im Wesentlichen trocken. Im Norden dominieren die Wolken, dem Jura und Hochrhein entlang kann hin und wieder etwas Regen mit dabei sein. Bei mässigem, in erhöhten Lagen auch starkem Südwestwind steigen die Temperaturen auf frühlingshaft anmutende 11 bis 14 Grad! Auf den Bergen ist es stürmisch und ebenfalls sehr mild, die Nullgradgrenze liegt auf 2500 bis 2900 Metern.

Mittwoch, 23. Dezember
Der Mittwoch bringt einen ähnlichen Wettercharakter. Bei veränderlicher Bewölkung gibt es nur zwischendurch etwas Sonne, es ist aber lange Zeit trocken. Die Temperaturen erreichen wieder verbreitet zweistellige Höchstwerte, in den Alpen ist es leicht föhnig. Im Laufe des Abends erreicht uns dann aber von Norden her eine erste Störung, Regen beginnt sich auszubreiten. Die Schneefallgrenze sinkt erst gegen Donnerstagmorgen unter 2000 Meter.

Heiligabend
Der 24. Dezember zeigt sich wenig idyllisch – und in den tiefen Lagen nicht weiss! Wir bleiben im Bereich einer Luftmassengrenze, es ist stark bewölkt und immer wieder nass. Die Schneefallgrenze liegt am Morgen noch auf 1700 bis 1800 Metern, gegen Abend sinkt sie dann auf 1300 bis 1400 Meter – dabei gibt es vorübergehend längere trockene Phasen. Es bleibt windig. Im Laufe des Heiligabends und der Christnacht erfasst uns von Norden her eine weitere aktive Kaltfront, und mit ihr ein Schwall markant kälterer Luft. Neue Niederschläge breiten sich aus, bis zum Weihnachtsmorgen sinkt die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen.












Weihnachtstag
Mit den Eintreffen der kältesten Luft lassen dann aber auch die Niederschläge wieder nach. Am Weihnachtsmorgen ist es im Flachland aus heutiger Sicht zumindest teilweise angezuckert – je weiter Richtung Voralpen, um so grösser sind die Chancen diesbezüglich. Entlang der Alpen gib es am Vormittag weitere Schauer mit Schnee bis in die Tallagen, im Flachland lockern die Wolken dagegen schon wieder auf. Die Temperaturen entsprechen wieder mehr der Jahreszeit, es gibt nur noch zarte Plusgrade. Der Luftdruck beginnt zu steigen – von Westen her beginnt sich ein Hoch aufzubauen.

Bezeichnung

                              12-stündige Neuschneemenge bis 25. Dezember 12:00 Uhr

Stephanstag
Der Stephanstag beginnt frostig und mit hochnebelartigen Restwolken, tagsüber kann sich die Sonne dann aber oft gut in Szene setzen. Es bleibt kalt.

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