Sturm Bianca wirft seine Schatten voraus (25. Februar 2020)

Sturm Bianca wirft seine Schatten voraus

15.24 Klaus Marquardt

Morgen Mittwoch gibt der Winter wieder mal ein Lebenszeichen von sich, aber auch der Donnerstag behält in Sachen Wetter einiges für uns bereit. Ein kleines, aber giftiges Sturmtief mit Namen Bianca zieht seine Bahn über Frankreich und Deutschland in Richtung Osten. Auch die Schweiz bekommt da wohl ordentlich was ab!

Inzwischen hat eine erste Kaltfront die Alpennordseite erreicht, in den kommenden Stunden folgen ihr weitere Schauerstaffeln und immer kühlere Luft. Die Schneefallgrenze sinkt in der Folge bis zum Mittwochmorgen bis in tiefere Lagen. Morgen überquert uns dann ein Höhentrog mit labil geschichteter Kaltluft, der Winter gibt so doch noch einmal ein Lebenszeichen von sich. Eine mitunter problematische Entwicklung zeichnet sich aus aktueller Sicht dann für den Donnerstag ab! Eingebettet in eine straffe nordwestliche Strömung verlagert sich nämlich ein kleines Randtief mit Namen Bianca in Richtung Mitteleuropa. Es wandert direkt unter dem Jetstream und verstärkt sich im Laufe des Tages sukzessive. Am Morgen befindet sich sein Zentrum noch zwischen der Bretagne und Grossbritannien, zu Mittag dann im Bereich der Benelux-Staaten. In den folgenden Stunden verlagert es sich über Deutschland hinweg in Richtung Tschechien, sein Windfeld erfasst dabei auch die Schweiz. Zu Tief Bianca gehört auch eine Warmfront, nach einer oft trockenen ersten Tageshälfte breiten sich mit ihr von Westen her neue Niederschläge aus. Im Flachland und entlang der Voralpen steigt die Schneefallgrenze im Zuge dessen etwas an, in den zunächst noch windgeschützten Alpentälern bleibt sie tief. Der Wind frischt stark auf und wird am Abend zum Sturm. Unmittelbar hinter der Warmfront folgt bereits die Kaltfront, bei ihrem Durchzug ist wohl mit den höchsten Windgeschwindigkeiten zu rechnen. Mit der dann erneut einfliessenden Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze wieder überall bis in tiefe Lagen, ausserdem muss auch in den kanalisierend wirkenden Alpentälern mit Sturmböen gerechnet werden.

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Das genaue Ausmass dieses Ereignis hängt unmittelbar von der genauen Zugbahn von Sturmtief Bianca ab, diesbezüglich unterscheiden sich die Modelle noch leicht. Nach dem aktuell ungünstigsten Szenario muss auch im Flachland mit Windspitzen von 90 bis 110 km/h gerechnet werden, in westexponierten Lagen auch mehr! Auf den Jurahöhen und vielen Alpengipfeln kommt es zu schweren Orkanböen. Bei etwas nördlicherer Zugbahn fallen die Spitzenböen etwas geringer aus. MeteoNews behält die Situation im Auge und wird über die aktuelle Entwicklung fortlaufend berichten, dies unter anderem auf meteonews.tv und über unseren Twitterkanal.

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