Toni bringt uns stürmische und nasse Tage (12. Dezember 2019)

Toni bringt uns stürmische und nasse Tage

9.50 Stefan Scherrer

Nach einem Zwischenhoch heute Donnerstag erreicht uns am Abend und in der Nacht ausgehend von Tiefdruckgebiet Toni eine Warmfront. In deren Vorfeld kommt es in den nördlichen Alpentälern zu einem kräftigen Föhnstoss. Morgen Freitag und am Samstag verbleiben wir in einer kräftigen Westströmung mit weiteren Fronten und starkem bis stürmischem Wind. Im Flachland sind Böen von 60 bis 90 km/h möglich, auf den Bergen Orkanböen. Zudem fällt mit Schwerpunkt in den westlichen Alpen viel Neuschnee.

Wie MeteoNews mitteilt, macht sich heute Donnerstag ein Zwischenhoch bemerkbar, welches die Luft vorübergehend abtrocknet und im Laufe des Tages für zeitweise sonniges Wetter sorgt. Dabei weht im Flachland teilweise ein mässiger, auf den Bergen ein starker bis stürmischer Südwestwind. Die Temperaturen erreichen etwa 3 bis 5 Grad. Im Vorfeld einer Warmfront, ausgehend von Tiefdruckgebiet Toni mit Kern über Schottland, sinkt der Luftdruck gegen Abend bereits wieder, dies sorgt in den Alpentälern für einen kräftigen Föhnstoss mit Sturmböen.

Stürmischer Freitag und Samstag

Der Freitag startet in den Alpentälern mit kräftigem Föhn, dieser schläft bis am Mittag zunehmend ein. Im Flachland setzt dagegen im Laufe des Vormittags ein starker bis stürmischer Südwestwind ein. In Böen werden verbreitet 60 bis 80 km/h erreicht, in exponierten und erhöhten Lagen auch mehr. Auf den Gipfeln sind Orkanböen möglich. Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Nacht auf Samstag wird es am Samstag wieder stürmisch. Dabei dürften die Windspitzen noch etwas höher liegen als am Freitag. Im Flachland ist mit Böen von 70 bis 90 km/h zu rechnen, auf den Bergen sind Orkanböen bis gegen 150 km/h möglich.

Schneefallgrenze und Neuschneemengen

Zusätzlich zum kräftigen Wind fällt am Freitag und Samstag immer wieder Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze steigt am Freitag vorübergehend auf 700 bis 1000 Meter, sinkt im Verlauf des Tages aber wieder auf 500 bis 800 Meter. Auf Samstag gelangt deutlich mildere Luft zu uns, dabei steigt die Schneefallgrenze nördlich der Alpen auf 1000 bis 1500 Meter. In den Alpentälern wie z.B. im Wallis dürfte es am Freitag meist Schnee bis zum Talboden geben, am Samstag steigt die Schneefallgrenze wahrscheinlich auch dort etwas an. Bis am Samstagabend kommen zwischen dem südlichen Jura, dem Chablais sowie dem westlichen Berner Oberland oberhalb von etwa 1000 Meter verbreitet 40 bis 80 cm Neuschnee hinzu, lokal dürfte auch mehr fallen. Zwischen dem östlichen Berner Oberland und dem Alpstein ist es mit etwa 20 bis 40 cm deutlich weniger. Der Neuschnee in Kombination mit dem kräftigen Wind lässt die Lawinengefahr deutlich ansteigen.

Entspannung zum 3. Advent

Am kommenden Sonntag, dem 3. Advent beruhigt sich das Wetter allmählich. Zwar bläst weiterhin ein zügiger Südwestwind, allerdings ist er deutlich schwächer als noch an den Tagen zuvor. Zudem ist es nur noch selten nass, und vor allem in den Alpen wird es sonniger. Im Flachland dürften die Wolken zahlreicher bleiben, mit 10 bis 12 Grad ist es allerdings mild für die Jahreszeit.

Für weitere Informationen steht Ihnen MeteoNews gerne zur Verfügung.

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