Enorme Schneemassen und grosse Lawinengefahr (15. Januar 2019)

Enorme Schneemassen und grosse Lawinengefahr

8.49 Klaus Marquardt

In den vergangenen Stunden fielen zwischen den Berner Alpen und dem Rätikon noch einmal verbreitet zwischen 40 und 70 Zentimeter Neuschnee, örtlich liegt soviel Schnee wie noch nie zu dieser Jahreszeit! Die Lawinengefahr ist akut.

In der vergangenen Nacht liess der Schneefall entlang des Alpennordhangs allmählich nach, heute am frühen Morgen fielen in der Zentral- und Ostschweiz die letzten Flocken. Durch die intensiven Niederschläge der letzten Tage liegen in den Alpen nun enorme Schneemassen, oberhalb von 2000 Metern sind Schneehöhen zwischen 250 und 350 Zentimeter die Norm. Vom Berner Oberland, über die Gotthardregion bis zu den Glarner Alpen türmen sich oft zwischen 400 und 450 Zentimetern Schnee, in exponierten Lagen sind es sogar schon über 500 Zentimeter! Über den ganzen Winter gesehen kann dies durchaus immer wieder vorkommen, für Mitte Januar ist das aber aussergewöhnlich. So liegen in beispielsweise in Arosa nun rund zwei Meter Schnee, in der 70 jährigen Messgeschichte war das zu dieser Zeit im Jahr noch nie der Fall. Zwischen Alpstein, den Glarner Alpen sowie Nord- und Mittelbünden gibt es mehr als doppelt soviel Schnee als üblich.

Hoch Angela sorgt heute und morgen für ruhige Wetterverhältnisse. Während dieser Konsolodierungsphase wird sich die Lawinengefahr zwar langsam reduzieren, mit Ausnahme der Alpensüdseite herrscht aber heute abseits der gesicherten Pisten praktisch überall Lawinenwarnstufe 4. Nach wie vor sind spontan grosse bis sehr grosse Lawinen möglich. Im Laufe des Donnerstags breiten von Westen her wieder neue Niederschläge aus, die Mengen und Intensitäten halten sich aber in Grenzen. Ab Freitag wird es zwar deutlich kälter, aus aktueller Sicht sind aber bis Anfang nächster Woche keine nennenswerten Schneefälle mehr zu erwarten.

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