Nach Burglind folgt Evi (15. Januar 2018)

Nach Burglind folgt Evi

16.45 Cédric Sütterlin

Bei Island befindet sich ein kräftiges Tiefdruckgebiet mit Name "Evi". Es ist in den nächsten Tagen in weiten Teilen Europas wetterbestimmend, so ist auch in der Schweiz bis und mit Donnerstag verbreitet mit Sturm- und teilweise auch mit Orkanböen zu rechnen.

Wie MeteoNews schreibt, befindet sich das Tiefdruckgebiet mit Namen "Evi" derzeit über Island und ist in Skandinavien, Ost- und Mitteleuropa sowie auf den Britischen Inseln wetterwirksam. Gleichzeitig befindet sich über dem Atlantik das Azorenhoch. Diese Grosswetterlage hält die nächsten Tage an. Somit gelangen zwischen diesen beiden Druckgebilden ab heute Montagabend in einer kräftigen nordwestlichen Höhenströmung Luftmassen vom Süden Grönlands nach Mitteleuropa. Die kräftigen Winde halten voraussichtlich bis Donnerstag an, erst am Freitag lässt der Wind merklich nach.

Ab heute Abend frischt der Wind besonders auf den Jurahöhen und in den westlichen Landesteilen kräftig auf. Morgen Dienstag im Verlauf des Vormittags und um die Mittagszeit werden dann im Flachland die höchsten Windspitzen erwartet. Verbreitet dürften Böen von 70 bis 90 Kilometern pro Stunde gemessen werden, in erhöhten und an exponierten Lagen sind auch 100 Kilometer pro Stunde und mehr möglich. Auf den Berggipfeln in den Alpen werden gar Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 120 bis 150 Kilometern pro Stunde erwartet.

Voraussichtlich auch am Mittwoch und Donnerstag ist im Flachland weiterhin mit Sturmböen (ab 75 km/h) zu rechnen, auf den Bergen dürften weitere Orkanböen (ab 118 km/h) folgen.

Aufgrund der Vorgeschichte mit Sturmtief "Burglind" von Anfang Januar ist besonders in Wäldern äusserste Vorsicht geboten. Auch wenn die Windspitzen von Sturmtief "Evi" aller Voraussicht nach bei Weitem nicht an diejenigen des Sturms "Burglind" heranreichen, werden bereits angebrochene Äste und schief stehende Bäume dem aufkommendem kräftigem Wind möglicherweise nicht standhalten können.

Die Schneefallgrenze schwankt in dieser turbulenten Wetterphase ziemlich: Morgen Dienstag fällt ab rund 1000 bis 1400 Metern Schnee, am Mittwoch sind Flocken bis in tiefere Lagen möglich, und am Donnerstag steigt die Schneefallgrenze wieder über 1000 Meter an. In Verbindung mit dem kräftigen Wind wird sich die Lawinengefahr in den Alpen voraussichtlich deutlich verschärfen.

MeteoNews hält Sie bezüglich Sturmtief "Evi" auf dem Laufenden: Online auf www.meteonews.ch, im Radio auf meteonews.fm und im TV auf wetter.tv

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