Trübe Tage mit viel Regen und Schnee (25. April 2017)

Trübe Tage mit viel Regen und Schnee

9.55 Klaus Maquardt

Schon heute Dienstag breiten sich von von Südwesten her kräftige Regengüsse aus, noch ist die Luft aber relativ mild. In der Nacht erfasst uns dann aber eine markante Kaltfront, sie lässt die Schneefallgrenze morgen bis in tiefere Lagen sinken. Auch am Donnerstag und Freitag zeigt sich der April von einer unfreundlichen und kühlen Seite.

Heute Dienstag liegt unser Land auf der Vorderseite eines sogenannten Höhentrogs im Bereich einer straffen südwestlichen Strömung. Auf diesem Weg gelangt zunehmend feuchte, aber vorerst noch vergleichsweise milde Luft in den Alpenraum. Nach ersten Schauern am Vormittag breiten sich am Nachmittag zunehmend kräftige Regengüsse aus, die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 1700 und 2000 Metern. Die kommende Nacht gestaltet sich trüb und nass, es kann regelrecht schütten. Gleichzeitig erreicht uns auch immer kühlere Luft, so kann die Schneefallgrenze bis zum Mittwochmorgen bis in tiefere Lagen absinken. Bei entsprechend hoher Intensität sind sogar im Flachland nasse Schneeflocken möglich. Inneralpin ist die Luft zunächst noch etwas milder und die Schneefallgrenze höher. Tagsüber lassen die Niederschläge im Flachland tendenziell nach, der Schwerpunkt verlagert sich an die Alpen und Voralpen.

Am Donnerstag und Freitag bleibt es oft stark bewölkt mit weiterem Regen und Schnee, am häufigsten nass ist dabei im Osten und entlang der Alpen. Die Schneefallgrenze liegt typischerweise zwischen 600 und 800 Metern, bei kräftigeren Schauern sind Flocken bis in tiefe Lagen möglich. Am Freitagnachmittag überquert uns ein Bereich mit labil geschichteter Höhenkaltluft, Graupelschauer mit Blitz und Donner sind einzuplanen. Bis Freitagabend fallen am zentralen und östlichen Alpennordhang 60 bis 80 mm Niederschlag, im östlichen Flachland ergeben sich Summen von 30 bis 60 mm.

In der Nacht zum Samstag beruhigt sich das Wetter, die Wolken lockern auf. In der Folge kühlt es wieder stark ab. Am Samstagmorgen gibt es verbreitet Bodenfrost, aus heutiger Sicht besteht aber auch wieder die Gefahr von Hüttenfrost!

Im Süden wird der Regen heute immer häufiger. Morgen regnet es anhaltend und ergiebig, die Schneefallgrenze variiert zwischen 1200 und 1600 Metern – je nach Intensität und Talschaft. Am Donnerstagmorgen gibt es im westlichen Tessin eine vorübergehende Beruhigung, in der Südostschweiz regnet und schneit es bis in den Freitag hinein weiterhin kräftig. Mit aufkommendem Nordföhn setzt sich im Tessin ab Freitagmittag die Sonne durch, auch die Bündner Südtälern werden entlastet. In Summe fallen entlang der Alpensüdseite zwischen 90 und 130 mm Niederschlag, der Schwerpunkt liegt dabei zwischen dem Nordtessin, dem Bergell und Puschlav. Auf den Bergen ergeben sich grosse Neuschneemengen zwischen 50 und 100 Zentimeter, die Lawinengefahr ist entsprechend akut. Zu den positiven Aspekten des trüben Wetters gehört, dass sich die Lage bezüglich der Waldbrandgefahr entspannt.

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