Februarfrühling bricht am Donnerstag möglicherweise Temperaturrekorde (21. Februar 2017)

Februarfrühling bricht am Donnerstag möglicherweise Temperaturrekorde

13.04 Tobias Walt

Das Wetter gestaltet sich für Februarverhältnisse aktuell aussergewöhnlich mild. Am Donnerstag können besonders im Mittelland örtlich gar Temperaturrekorde gebrochen werden. Dazu frischt der Südwest- bis Westwind kräftig auf. In den Bergen wird es stürmisch.

Gemessen am langjährigen Mittel ist der Februar 2017 mit einem Temperaturüberschuss von verbreitet rund 2 Grad im Flachland bislang deutlich zu mild. Dieser Überschuss dürfte sich in diesen Tagen noch vergrössern. Morgen Mittwoch steigen die Temperaturen verbreitet auf 13 bis 15 Grad an, am Donnerstag sind im Flachland gar 16 bis 17, lokal auch 18 Grad möglich. Dabei besteht die Möglichkeit, dass es örtlich so warm wird wie noch nie zuvor in einem Februar. Die bisherigen Februarrekorde betragen beispielsweise 18.5 Grad in Zürich Affoltern und 17.4 Grad in Bern. Beide Rekorde datieren aus dem Jahre 1990. In Luzern wurden im Februar 1958 18.8 Grad erreicht. Unangetastet bleibt wohl der 1903 gemessene Rekordwert von 22.0 Grad in Basel. In den Alpentälern dürften mit Südföhn Werte bis 20 Grad erreicht werden. Derartige Föhnlagen sind in den betroffenen Tälern jedoch nicht unüblich und werden deshalb kaum neue Rekorde bringen. Mitverantwortlich für die milden Temperaturen ist ein kräftiger Wind aus westlichen Richtungen. Am Mittwoch werden starke Böen bis zu 65 km/h erwartet, am Donnerstag gibt es an exponierten Lagen mit Windspitzen von über 75 km/h örtlich sogar Sturmböen. In den Bergen sind Orkanböen möglich.

In der Nacht auf Freitag erreicht uns aus Nordwesten eine Kaltfront. Diese sorgt auf der Alpennordseite für zeitweise nasses Wetter und lässt die Schneefallgrenze von zunächst rund 1500 Metern bis am Abend auf 500 bis 800 Meter absinken. Zu diesem Zeitpunkt fällt jedoch nur noch wenig Niederschlag. Der Winter will sich also noch nicht ganz geschlagen geben, kann sich aber zumindest in den tiefen Lagen nicht durchsetzen. Ein Monatsrückblick auf den deutlich zu milden Februar sowie eine Bilanz zum Winter 2016/2017 werden in der nächsten Woche in separaten Communiqués folgen.

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