Kältepol Rheintal (19. Januar 2017)

Kältepol Rheintal

10.32 Klaus Marquardt

Auf der Alpennordseite herrscht dieser Tage verbreitet strenger Dauerfrost, zu den kältesten Ecken gehört aktuell das Rheintal.

Kalt ist es überall, besonders tief sank das Quecksilber aber im Rheintal. Normalerweise macht diese Region eher durch milde Temperaturen und Föhn von sich hören, durch den nahen Bodensee gehört sie zu den klimatischen begünstigten Gebieten. Während nun aber im Flachland Hochnebel und Bise eine allzu starke Abkühlung verhindert, war es in der vergangenen Nacht im Rheintal bei wenig Wind oft sternenklar. Begünstigt durch die Schneedecke konnte die Wärme effektiv in den Weltraum abgestrahlt werden. In der Folge hab es heute Morgen ein eisiges Erwachen! Anbei eine kurze Liste mit den tiefsten Frühwerten aus dem Rheintal:

Tiefste Temperatur (<1000m, Stand 09:50)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 19. Januar 2017, 00:00 bis um 09:50 (Dauer 9h 50min)
Flachlandstationen Tiefste Temperatur (in °C)
Oberriet (SG) -19.7
Bad Ragaz (SG) -16.6
Buchs SG (SG) -15.9
Widnau (SG) -15.3
Vaduz -14.7
Chur (GR) -13.2

Im Vergleich dazu lagen die Werte auch in den höher gelegenen Alpen- und Juratälern nicht wesentlich tiefer:

Tiefste Temperatur (>1000m, Stand 09:45)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 19. Januar 2017, 00:00 bis um 09:45 (Dauer 9h 45min)
Bergstationen Tiefste Temperatur (in °C)
Samedan (GR) -23.5
Andermatt (UR) -22.3
Ulrichen (VS) -21.0
Buffalora/Ofenpass (GR) -20.6
Jungfraujoch (BE) -19.9
La Brévine (NE) -19.1
Sils im Engadin (GR) -17.2
Schuls (GR) -16.9
Kandersteg (BE) -16.6
La Chaux-de-Fonds (NE) -16.4
Gornergrat (VS) -16.4
Monte-Rosa-Plattje (VS) -16.1
Château-d'Oex (VD) -16.1
Corvatsch (GR) -16.0
Lenk (BE) -15.8
Engelberg (OW) -15.4
Grindelwald (BE) -15.3
Engelberg (OW) -15.1

In den nächsten Tagen wird sich am ruhigen und hochdruckbestimmten Wetter wenig ändern. Im Flachland weht nur noch eine leichte Bise, der Hochnebel bleibt aber ein Thema. In den Alpentälern sind die Nächte häufig klar, die Temperaturen sacken entsprechend in den Keller. Noch reicht die Kraft der Sonne nicht, um die Luft tagsüber auf positive Werte zu erwärmen. Auf den Bergen schwächt sich der Frost dagegen weiter ab, so gibt es am Sonntag auf 2000 Metern zum Teil sogar zarte Plusgrade. In Kombination mit strahlendem Sonnenschein darf man sich über wirklich geniales Wintersportwetter freuen!

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