Von morgen Donnerstag bis Freitagmorgen intensiver Dauerniederschlag! (15. Juni 2016)

Von morgen Donnerstag bis Freitagmorgen intensiver Dauerniederschlag!

10.57 Cédric Sütterlin

Morgen Donnerstag und in der Nacht auf Freitag sorgt eine Süd- bis Südwestströmung zunächst auf der Alpensüdseite und später in den Bergen sowie entlang der zentralen und östlichen Voralpen wie auch in Teilen Graubündens für anhaltenden und intensiven Niederschlag. In Summe dürften nach den aktuellen Modellen in den betroffenen Gebieten verbreitet zwischen 40 und 70 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen, besonders im Tessin auch 100 Liter, lokal sogar noch deutlich mehr. Aufgrund der nassen Vorgeschichte haben die Böden eine äusserst begrenzte Aufnahmekapazität, wodurch sich die bereits angespannte Hochwasserlage nochmals deutlich zuspitzen dürfte.

Wie MeteoNews mitteilt kommt es morgen Donnerstag sowie in der Nacht zum Freitag zunächst im Tessin und in den Bergen sowie später entlang der östlichen und zentralen Voralpen wie auch in Teilen Graubündens zu teils äusserst intensivem Dauerniederschlag. Grund dafür ist eine feucht-labile Süd- bis Südwestströmung, welche relativ milde und stark angefeuchtete Luftmassen aus dem Mittelmeerraum zu den Alpen führt und dort für anhaltende Niederschläge sorgt. Laut den aktuellsten Modelldaten dürften so im Tessin gebietsweise 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, stellenweise auch mehr. In den zentralen und östlichen Alpen und Voralpen werden verbreitet Niederschlagssummen von 40 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet - innerhalb von etwa 24 Stunden wohlgemerkt! Bei einer Nullgradgrenze von über 3000 Metern morgen früh fällt ein Grossteil des Niederschlags im Süden als Regen und gelangt direkt in die Flüsse. Erst im Tagesverlauf und in der Nacht auf Freitag sinkt die Schneefallgrenze auf gegen 2000 Meter ab.

Für die bereits angespannte Hochwassersituation bedeutet dies gar nichts Gutes, denn die Böden sind aufgrund der nassen Vorgeschichte vielerorts vollgesogen und können nur noch begrenzt Wasser aufnehmen. Somit fliesst dieses vornehmlich oberflächig ab, was die Pegel und Abflüsse der betroffenen Gewässer markant anschwellen lassen könnte.

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