Der Januar endet turbulent! (30. Januar 2016)

Der Januar endet turbulent!

8.32 Klaus Marquardt

Dieses Wochenende hat in Sachen Wetter einiges zu bieten, die positiven Aspekte halten sich aber leider in Grenzen. Die Palette reicht von stürmischem Wind, über starken Regen bis zu aktuter Lawinengefahr und lokalen Überschwemmungen.

Der Samstag beginnt noch lokal neblig, tagsüber erwartet uns dann ein Mix aus Sonne und durchziehenden Wolkenfeldern. Grundsätzlich könnte man von gutem Ski- und Wintersportwetter sprechen, allerdings weht auf den Bergen schon am Vormittag ein kräftiger Südwest- bis Westwind. Und dieser Wind legt weiter zu, am Abend muss in exponierten Gipfel- und Kammlagen bereits mit Orkanböen von mehr als 120 km/h gerechnet werden. In der Folge kann in den Skigebieten der Liftbetrieb beeinträchtigt werden. Auch im Flachland frischt der Wind sukzessive auf, schliesslich erreichen die Windspitzen am Abend 60 bis 80 km/h.

Im Laufe des Nachmittags verdichtet sich die Bewölkung zudem mehr und mehr, in den Abendstunden beginnt es von Westen her zu regnen. In der Nacht regnet es häufig, dafür lässt der Wind vorübergehend nach. Die Schneefallgrenze liegt anfangs noch zwischen 1200 und 1500 Metern, bis zum Sonntagmorgen sinkt sie auf rund 1000 Meter. Im Nordosten sind Flocken bis gegen 800 Meter möglich. Der Sonntag selbst fällt regelrecht ins Wasser, eine Warmfront sorgt für teils kräftigen Dauerregen. Dabei steigt die Schneefallgrenze immer weiter an, am Nachmittag variiert sie zwischen 1600 und 2000 Metern! Die Kombination aus Regen und erneut kräftig auffrischendem Wind setzt dem Schnee in den mittleren Lagen kräftig zu, zusammen mit dem Schmelzwasser besteht die Gefahr von kleinräumigen Überschwemmungen!

Bis zum Montagmorgen fällt im Jura und entlang der Alpen 50 bis 70 mm Niederschlag, auch sonst sind es oft 30 bis 50 mm. In den Hochalpen ergibt sich ein entsprechend grosser Neuschneezuwachs zwischen 50 und 70 Zentimetern, durch den nach wie vor stürmischen Wind kommt es zu erheblichen Verfrachtungen. Die Lawinengefahr ist akut!

Im Laufe des Montags beruhigt sich das Wetter allmählich, es bleibt aber windig. Die Temperaturen erreichen 11 bis 15 Grad, lokal auch mehr. Die Nullgradgrenze steigt auf weit über 3000 Meter!

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