Heissester Juli seit Messbeginn in der West- und Südschweiz (30. Juli 2015)

Heissester Juli seit Messbeginn in der West- und Südschweiz

11.01 Reto Vögeli / Klaus Marquardt

Der Juli 2015 brachte etliche heisse Hochsommertage. Reicht es für Rekorde? Und wie viel Strahlenmeer gibt es am 1. August?

Lange Zeit lag der diesjährige Juli ganz eindeutig auf Rekordkurs, und das praktisch im ganzen Land. In den letzten paar Tagen waren die Temperaturen im Norden aber eher unterdurchschnittlich, in der Folge hat sich das Bild ein wenig verschoben. Während im Süden und Westen die monatlichen Durchschnittstemperaturen nach wie vor neue Bestmarken erwarten lassen, sieht es im Norden nicht mehr nach Rekorden aus. Bis zum Ende des Monats dürften die Werte noch minimal um 0.1 bis 0.3 Grad sinken. Trotzdem handelt es sich auch hier um einen der wärmsten Juli-Monate seit Messbeginn, an vielen Station reicht es in diesem Ranking ohne Probleme für eine Top-3-Platzierung (dies zusammen mit dem Juli 1983 und dem Juli 2006).

Station/Ort 2015 (Stand 30. Juli) Rekord / Jahr Differenz Durchschnitt
Basel 23.5° 23.7° / 2006 -0.2° 19.7°
Bern 22.2° 21.8° / 2006 +0.4° 18.3°
Aarau 22.7° 22.9° / 1983 -0.2° 19.2°
Adelboden 18.2° 18.1° / 1983 +0.1° 14.2°
St. Gallen 20.9° 21.1° /2006 -0.2° 17.2°
Genf 24.5° 23.7° / 2006 +0.8° 20.2°
Luzern 22.9° 22.8° /2006 +0.1° 19.1°
Chur 22.8° 23.4° / 2006 -0.6° 18.9°
Lugano 26.0° 25.0° / 1928 +1.0° 22.1°
Vaduz 22.8° 22.7° / 2006 +0.1° 19.0°
Samedan / St. Moritz 15.5° 14.9° / 2006 +0.6° 12.2°
Säntis 9.8° 9.9° / 2006 -0.1° 6.1°
Sitten 24.3° 23.3° / 2006 +1.0° 20.1°
Zürich-Flughafen 22.5° 22.7° / 2006 -0.2° 18.9°

Spannend ist es auch bei den Parametern Sonnenschein und Niederschlag. Der vergangene Monat war sehr sonnig und in etlichen Regionen viel zu trocken. Abgesehen von gelegentlichen Platzregen und Gewittern gab es lange Zeit keine nennenswerten Niederschläge. Eine Folge davon war die zuletzt akute Waldbrandgefahr, auch die Landwirtschaft hatte zum Teil schon mit erheblichen Trockenheitsproblemen zu kämpfen.

Weitere Entwicklung:
Der morgige Freitag beginnt frischt, ansonsten aber mit einem meist ungestörten Sonnenaufgang. Auch tagsüber dominiert die Sonne, mit 24 bis 25 Grad wird es zudem auch wieder sommerlich warm. Der Hochdruckeinfluss lässt aber bereits wieder nach, in der folgenden Nacht erreicht eine Störung unser Land. Der 1. August bringt uns dann wohl kein Morgenrot und auch kein Strahlenmeer, vielmehr dominieren die Wolken. Dazu kommen gelegentliche Regenschauer, die Sonne hat einen schweren Stand. Schon am Sonntag zeigt der Wetter- und Temperaturtrend aber wieder nach oben. Ab Montag stehen die Zeichen auf Hochsommer, Sonnenanbeter und Wasserratten dürfen sich dann wieder über Temperaturen um 30 Grad freuen.

Mon Die Mit Don Fre Sam Son
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