Föhnsturm im Norden, viel Regen und Schnee im Süden (2. November 2014)

Föhnsturm im Norden, viel Regen und Schnee im Süden

11.04 Reto Vögeli

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, stellt sich im Vorfeld eines umfangreichen Tiefdruckgebietes am Montag und Dienstag über dem Alpenraum eine kräftige Süd- und Föhnströmung ein. In den nördlichen Alpentälern und auf den Bergen sind Sturm- und Orkanböen zu erwarten. Am Alpensüdhang beginnt sich die feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum zu stauen und auszuregnen. Von Montag bis Freitag muss zwischen dem südlichen Wallis, dem Tessin und Südbünden mit sehr grossen Niederschlagsmengen gerechnet werden.

Heute Sonntag gibt es nach Nebel im Mittelland in der ganzen Schweiz trotz ausgedehnten hohen Wolkenfeldern nochmals recht freundliche und ruhige Verhältnisse, sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. Denn über dem Nordatlantik braut sich ein umfangreiches Tief zusammen, das seinen Kern zu den Britischen Inseln verlagert und zum Wochenstart Einfluss auf das Wetter in der Schweiz nimmt. Bereits heute am späteren Abend und in der Nacht spürt man in den nördlichen Alpentälern den aufkommenden Föhn. Dieser bläst am Montag, Dienstag und vermutlich auch noch in der Nacht zum Mittwoch stürmisch durch die Alpentäler. Vereinzelt und besonders am Dienstag muss sogar mit Orkanböen von über 120 km/h gerechnet werden. Auch auf den Berggipfeln wird es stürmisch, auch hier sind mit dem Südwind Orkanböen zu erwarten. Am Mittwoch geht der Föhn dann zu Ende.

Während im Norden der Föhn bläst, staut der Südwind viel feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum an der Südseite der Alpen. Hier kommt es in der Folge von Dienstag bis Freitag zu länger anhaltenden und intensiven Niederschlägen. Von Montagmorgen bis Freitagabend muss in Summe im Simplon-Gebiet und im Tessin mit 150 bis 250, örtlich sogar bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter gerechnet werden, mehr wie sonst in einem ganzen Monat! Vom östlichen Tessin über das Misox, Bergell und Puschlav, sowie in den unmittelbar an den Alpenhauptkamm angrenzenden Regionen dürften noch 100 bis 150 Liter Regen zusammenkommen. Die Schneefallgrenze dürfte je nach Niederschlagsintensität zwischen 1500 und 2000 Metern pendeln. Ein grosser Teil der Niederschläge gelangt dadurch in den Abfluss, was die Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen deutlich erhöht. Die entsprechenden Warnungen sind auf der Warnseite von MeteoNews zu finden. Für Höhenlagen von 2000 Meter und höher erwarten die Meteorologen von MeteoNews in den Südalpen Neuschneemengen über die ganze Woche verteilt zwischen 1 und 3 Meter Neuschnee - je nach Region und Höhenlage. Die Lawinengefahr wird massiv ansteigen, nicht zuletzt, weil der starke Wind Südwind massive Triebschneeansammlungen verursacht!

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